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Methodische Optimierung von Modellansätzen zur Nähr- und Schadstoffbilanzierung in Flussgebietseinheiten zur Förderung der Umsetzungsstrategie zur Wasserrahmenrichtlinie,-Hydrologische Modellierung-

Methodische Optimierung von Modellansätzen zur Nähr- und Schadstoffbilanzierung in Flussgebietseinheiten zur Förderung der Umsetzungsstrategie zur Wasserrahmenrichtlinie,-Hydrologische Modellierung-
Ansprechpartner:

Jürgen Ihringer, Simon Höllering 

Links:
Förderung:

Umweltbundesamt (UBA) 

Starttermin:

2009/11 

Endtermin:

2011/06 

Eine möglichst realistische Abbildung der Stoffeinträge in die Gewässer und damit der Stofffrachten in den europäischen Flussgebieten hängt sehr stark von der Kenntnis des raum- und zeitlich verteilten Abflussverhaltens und der zugehörigen Abflussbilanzen ab. Mit einem weiterentwickelten hydrologischen Modellkonzept soll zukünftig für das Stoffeintragsmodell MoRE (Modeling of Regionalized Emissions) eine zuverlässigere Grundlage zur Berechnung der erforderlichen Wasserbilanzen und der dazu benötigten flächen- und zeitdifferenzierten Abflusskomponenten zur Verfügung gestellt werden.
Das Wasserhaushaltsmodell muss also raum- und zeitbezogene Anforderungen erfüllen um in Flusseinzugsgebieten flächendifferenziert (Teileinzugsgebiete, Analytical Units) und mit hoher Auflösung (Tageszeitschritt) die Wasserbilanz ausreichend genau zu berechnen.
Zur Abbildung der hydrologischen Dynamik muss die Gebietscharakteristik mit möglichen räumlichen und landschaftlichen Heterogenitäten (z.B. Landnutzung und Niederschlagsgeschehen) identifiziert und erfasst werden. Es werden Hydrologische Einheiten, sog. Hydrological Response Units (HRUs) ausgewiesen, um Flächen (z.B. Waldgebiete) mit homogener Systemreaktion in Bezug auf die Abflussbildung als Folge von Niederschlagsereignissen von Gebieten (z.B. Siedlungsflächen) abzugrenzen, die im Vergleich dazu ein anderes hydrologisches Verhalten aufweisen. Bei der Entwicklung der neuen hydrologischen Modellgrundlage für MoRE sollten auch mögliche Beeinflussungen des hydrologischen Systems durch wasserwirtschaftliche Nutzungen entlang der Gewässer (z.B. Trinkwasserentnahmen) einbezogen werden. Für einen ersten Testlauf wurde das Einzugsgebiet der Ruhr (4485 km²) ausgewählt. Der gewählte hydrologische Modellansatz konnte dabei erfolgreich eingesetzt werden.